Cave and Basin
Die Entdeckung
"... wie im Traum einer phantastischen Geschichte über arabische Nächte."
So fragt sich William McCardell, wenn er beschreibt, wie er, zuerst im Jahre 1883, seinen Bruder Tom und dessen Partner Frank McCabe in die nebelhafte Höhle sicher hinabließ. Sofort hatten sie einen Plan, der gleich Gestalt annahm. Sie stellten sich vor, hier ein Bad zu bauen. Aber wo kommt Geld her! Sie können nur darauf Vertrauen, daß sie mit diesen Quellen das große Los ziehen.
Obwohl sie nicht die ersten Entdecker der Höhlen und heißen Quellen waren, können die drei Eisenbahnarbeiter hoffen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Quellen zu lenken. Unbeabsichtigte Folge ihres Traums von Ruhm und Glück war der Start des Canada-National-Park-Systems.

Ein Park ist geboren.
In den frühen 1880'er war Kanadas erster Nationalpark noch kein Begriff, weil es nur zwei Förderer, die Canadian Pacific Railway und das Government of Canada, gab. Beide sicherten für das Gebiet die Möglichkeit für Touristenreisen, ein Vorteil für diese westliche Niederlassung. Das Ansehen eines Nationalparks ist eine Auszeichnung für ein junges Land. Mit diesem Argument führten die Förderer der heißen Quellen von Banff Verhandlungen mit dem Gouvernement mit dem Ziel, eine gesetzliche Regelung herbeizuführen. Gerade zum richtigen Zeitpunkt wurde erreicht, daß das Gouvernement 1885 verkündete, die Quellen sind ein Teil von Kanadas erstem Nationalpark und gehören allen Kanadiern.

Über die heißen Quellen
Woher kommt das Wasser?
Der meiste Regen und Schnee fällt an den Hängen der Sulphur Mountain und fließt in den Bow River. Manches Wasser sickert, gefiltert durch Spalten und Poren im Berggestein, bis in eine Tiefe von 3.000 m ins Grundwasser. Es ist das Wasser, das später aus dem Grundwasser zurück in die Quellen sprudelt. Lese und finde heraus warum......

Warum ist es warm?
Als das Wasser versickerte wurde es, durch den flüssigen Erdkern, heißer und heißer. Dieses Wasser wird gern zum Kaffeefiltern genommen, wenn es gesichert, kochend unter großem Druck hochkommt. Abhängig davon wie schnell und mit welcher Temperatur es aus dem Grundwasser hochkommt und wie stark es sich mit kalten Grundwasser mischt, haben Banffs Quellen eine unterschiedliche Temperatur. Heiße und sehr heiße Quellen und warme in den Badebecken.

Warum riecht es?
Wenn das Wasser hochkommt ist es fähig, aus dem durchströmten Gestein, Mineralien aufzunehmen. Eisen und Gips sind zwei, gemeinsam mit Schwefel, vorkommende Mineralien, die in Banffs heißen Quellen gelöst sind. Der Gestank nach faulen Eiern ist die Folge dieser Mineralien. Das Wasser, daß an die Oberfläche kommt, wurde durch den Schwefel bakterienfrei.

Wohin geht es?
Eimal an der Oberfläche, fließt das Quellwasser die abfallenden Hänge der Sulphur Mountain zu den Höhlen und in die Feuchtgebiete herab. Auf dem Wege in die Feuchtgebiete schafft dieses warme Mineralwasser reiche Oasen für unterschiedliche Pflanzen und Wildtiere.

Alte Höhle
Höhlen und Feuchtgebiete

Das Leben in den Höhlen und Feuchtgebieten.
Die Quellen sind die Heimat verschiedener Schnecken, auf der ganzen Welt nur hier zu finden. Brillant pinkfarbene Bakterien, weiße und blaugrüne Algen, viele kleine Fische und Insekten gedeihen in dem warmen Wasser. Feine Orchideen, harmlose Schlangen und 80 % der Vögel Banffs kann man hier, zu unterschiedlichen Zeiten des Jahres, finden. Riesenelch, Rotwild und Coyoten halten sich in diesen Gebieten auf und wenn das Glück es will, sieht man sogar Spuren von Wolf oder Bär.Mache deine eigenen Entdeckungen.Heiße QuellenRieche den Schwefel in der Luft, Schwefel der mit dem Quellwasser aus dem Inneren der Erde kam. Nehme unberührte Steine der Rockies, die rauh und porös sind, lege sie rund um die Quelle, rufe "Tufa". Wenn das warme frische Quellwasser verdunstet ist, zeigen sich die darin enthaltenen Mineralien.

Ausstellungen und Vorführungen

Besuche die Ausstellung in der Ausstellungshalle und die Filmvorführung im Badehaus-Theater von 1887. Man erfährt die Veränderung der Höhlen und heißen Quellen im Nationalparksystem und in Banff von der Entdeckung bis heute.

Rundgangempfehlung

Nehme den "Entdeckerweg", du siehst die Höhle, die der einzige Eingang in das früheste Bad von Banff war und erfahre die wunderbare Heilkraft dieses Wasser.
Auf dem "Feuchtgebietweg" erforsche die reiche Naturvergangenheit der Höhlen und Feuchtgebiete. Hier findest du unterschiedliches Pflanzenleben, viele Vögel und Tiere, sogar tropische Fische.

Vermillion Lakes

Diese drei flachen Seen sind ein Oase für Vögel und andere Tiere. Die 4,5 km lange Seeuferstraße macht Spazieren und Rad- oder Autofahren leicht. Täglich von 10 Uhr bis zum Mittag gibt es geführte Wanderungen. Es besteht eine Verbindung zum Fenlandweg.

Auch eine Wanderung vom Ort Banff zu den Seen lohnt sich, besonders für Vogelfreunde. Will man schöne Vogelaufnahmen machen, bringe man Zeit und ein Teleobjektiv mit. In der Zwischenzeit können mitwandernde Freunde ein gutes Picknick machen.