18. Tag

Whitehorse Hi-Country Rv Park (Priv)

Fre 22. 08. 03 vom Whitehorse Hi-Country Rv Park (Priv) erkundeten wir die Umgebung von Whitehorse.

Blue Kennels

Blue Kennels and Dog Sled Trips ist ein Freizeit- und Touristik-Unternehmen mit Sitz und Büro in Whitehorse. Geleitet wird das junge Unternehmen von dem erfahrenen deutschen Musher und Wilderness Guide Sebastian Schnülle, Teilnehmer des Yukon Quest Rennens 1999 und seiner Partnerin Jocelyne Leblanc.

Die Hunderanch Blue Kennels liegt ganz ohne Nachbarn inmitten einer herrlichen Berg- und Buschlandschaft nur 50 km westlich von Whitehorse am Alaska Highway und ist vom Flugplatz in einer halben Stunde Autofahrt bequem zu erreichen.

Blue Kennels ist die Heimat von über 100 trainierten Alaskan Huskies und außerdem auch Spielplatz einer Rasselbande von ungestümen Puppies.

Auch im Sommer muß ein bißchen Training sein um eine Mindestkondition zu erhalten. Um die Hunde nicht allzu strapazieren, werden diese Fahrten nur bei kühler Witterung durchgeführt, das heißt in der Regel am späten Mittsommerabend.

Die Fahrgäste helfen beim Anziehen und Einspannen der Hunde und dann geht es mit dem bis zu 22 Hunde langen Gespann im viersitzigen Buggy in ziemlich schneller Fahrt durch die herrliche Buschlandschaft rings um Blue Kennels. Natürlich werden die Hunde bei der obligatorischen Pause von allen gelobt und gestreichelt. Nach etwa 2 Stunden ist der Ausflug beendet, die Hunde versorgt und gefüttert und erst dann wird bei einem zünftigen BBQ das Erlebte noch einmal am Lagerfeuer besprochen.

Diese Trainingsfahrten eignen sich besonders gut als Highlight für unsere Blockhausgäste aber auch für Yukon-Besucher, die im Wohnmobil unterwegs sind.

Wegen dieser Aussagen von Blue Kennels im Internet hatten wir einen extra Tag in Whitehorse eingeplant, um dieses Erlebnis zu genießen.

Wir fuhren also zu den Blue Kennels.


Zentralgebäude

Die Anlage
Die Bewohner

Zur Haltung der Hunde:

Durchweg werden hier Huskys außerhalb gehalten, entweder in Zwingern oder meistens so, wie auf den Bildern dargestellt. Zwar brauchen Huskys Schatten, deshalb werden sie fast immer in Wäldern oder unter Bäumen angebunden, jedoch lieben sie es ebenso gerne, in der heißen Mittagssonne zu liegen.

Das Halten von Huskys in Tonnen (Barrels) in einem drahtlosen "Gehege", so wie die Bilder es zeigen, ist der Standard bei den größeren Züchtern in ganz Nordamerika.

Die sehr ausführlichen Informationen machten mir die Notwendigkeit dieser Art der Haltung verständlich. Gleichwohl hält sich meine Begeisterung für Hunde an der Kette in Grenzen.

Empfang bei Blue Kennels

Am Freitag, 22.08.2003, traf ich mit meiner Frau gegen 14:00 Uhr auf der Huskyranch ein. Eine junge Dame begrüßte uns. Nach meinem Hinweis, im Internet hätte ich gelesen, daß hier auch eine Führung in deutscher Sprache erfolgen könne, ging die Dame in das Haus und kam nach kurzer Zeit mit einem Schulterzucken zurück und sagte: "Ich soll sie herumführen".

Da meine englischen Sprachkenntnisse für eine fließende Unterhaltung zu gering waren, hat ein auch anwesendes Paar mit Kind aus Vancouver auf meine Bitte, Vorgetragenes zum Teil übersetzt. Nach etwa 45 Minuten haben wir dann die Rückfahrt angetreten.

Takhini Crossing

Auf der Rückfahrt nach Whitehorse kamen wir an diesem historischen Platz vorbei.

Zur Zeit des Jahrhundertwechsel war der Yukon River die Hauptverbindung nach Norden zu den Klondike Goldfeldern. Während des regelmäßigen Bootsverkehrs war hier, in den Sommermonaten, eine Servicestation. Im Winter war das Fahren auf dem Eis des Flusses unberechenbar und oft sehr gefährlich.

Im Jahre 1902 wurde eine befahrbare Winterstraße, bekannt als "Overland Trail", gebaut um Dawson City mit der Endstation der White Pass & Yukon Route Eisenbahn in Whitehorse zu verbinden. Ein kleiner Stützpunkt der Nordwest Mounted Police und ein Roadhouse wurden hier, an der Überquerung des Takhini River durch die Straße gebaut. Beide, der Polizeiposten und das Rasthaus wurden im Jahre 1907 geschlossen.

Etwa 300 m vor dem Flughafen lag das Yukon Beringia Interpretive Centre. Hier war ein Besuch geplant, bei dem wir die urgeschichtliche Entwicklung des Yukon erfahren wollten.