10. Tag

Dawson City

Don 14. 08. 03 war ein Besichtigungstag.

Ein Bummel durch die Down Town:

Palace Grand Theatre

Das Palace Grand Theatre ist ein großes, farbenfrohes Opernhaus (Tanzhalle), das ehemals für die unterhaltungshungrigen Mienenarbeiter 1899 erbaut wurde. Besichtigungstouren durch das rekonstruierte Gebäude, das von Arizona Charlie Meadows errichtet wurde, werden geboten. Im gleichen Gebäude bietet das Gaslight Follies Musikcomedy.

Diamond Tooth Gerties Gambling Hall

Die Diamond Tooth Gerties Gambling Hall ist eine Rekonstruktion eines Saloons von 1898, der Zeit des großen Klondike Goldrausches. Dreimal täglich gibts hier eine Can Can Show im Stil der Jahrhundertwende zu sehen. Der Eintritt kostet 6 $, enthalten ist ein Spieldollar, den man gleich wieder am Glücksrad verlieren kann. Man beobachtet wie am Black Jack und Roulette Tisch viel Geld gewonnen und verloren wird.

Die Show ist ganz nett. Die Mädels sind hübsch, aber tanzen können die Mädel bei uns in der Disco besser. Man versuche

Klondike Kate's

Mittags oder Abends kehre man im Klondike Kate's ein. Dieses Restaurant hat allerdings nie Klondike Kate gehört, sondern wurde nur ihr zur Ehre so genannt. Im Inneren sind Bilder aus der Zeit der Goldgräber zu sehen. Das Restaurant hat auch einen Außenbereich. Hier sitzt man sehr gut, insbesondere bei großer Hitze.

Wir haben mehrmals hier gegessen und waren immer sehr zufrieden.

Neben dem Restaurant sind auch Cabinen, in denen man bei einem Aufnenthalt gut untergebracht ist.


Klondike Kate's • Restaurant


Klondike Kate's • Cabinen

S.S. Keno National Historic Site

Die SS Keno war eines der letzten Flußschiffe, das den Yukon und Steward River befahren hat. Heute ist die Keno eine National Historische Stätte. Der Schaufelraddampfer kann ganzjährig besichtigt werden. Eine Photo- und Text-ausstellung gibt es neben dem Bug.

Blick über den Yukon River
Weitere interessante Gebäude:
Downtown Hotel
Westminster Hotel • 1898
Bonanza Meat Compan
Bibliothek und Ehrenmal
St. Andrews Church • 1901

Diese Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, an der Fourth Ave, zeigen die Auswirkungen des Permafrostbodens auf die Standfestigkeit von Gebäuden.

Jack London

Geboren wurde er am 12. Januar 1876 unter dem Namen John Griffith Chaney in San Francisco.

Er machte das Abitur und besuchte die Universität Berkeley. Gleichzeitig arbeitete er in einer Wäscherei und schrieb seine ersten Geschichten. Als in Alaska Gold gefunden wurde, machte er sich auf den Weg in den Norden, suchte aber nicht richtig nach Gold.

Er machte eine Postausbildung und wäre fast Briefträger geworden. Er schrieb er wieder eine Kurzgeschichte, die für 5 $ einen Käufer fand.

Zwischen 1899 und 1916 verfaßte er über 50 Bücher und hunderte von Kurzgeschichten. Im Alter von 29 wurde er durch die Bücher "Ruf der Wildnis" (1903), "Seewolf" bekannt.

1907 segelte er mit seiner Yacht "Snark” durch den Pazifik, kehrte nach 2 Jahren jedoch erkrankt wieder zurück. Jetzt widmete er sich verstärkt dem Aufbau seiner Musterranch.

Am 22. November 1916 klagte Jack London nach dem Abendessen über starke Übelkeit. Kurz darauf starb er an einer Harnvergiftung.

Jack London Cabin & Interpretive Centre

Das Jack London Cabin & Interpretive Centre liegt an der Ecke der Eighth Avenue (8) und der Firth Street und ist von Juni bis September geöffnet.

Es bietet einen Einblick in das Leben des berühmten amerikanischen Autors wie die Werke Wolfsblut und Ruf der Wildnis. Das originale Blockhaus Jack Londons befand sich am Henderson Creek, 120 km südlich von Dawson City und wurde von Pelzhändlern entdeckt. Nach seiner Wiederentdeckung wurde es abgebaut und zur Stewart Insel gebracht. 1969 wurden hier zwei Originalkopien gebaut, je mit der Hälfte der original Balken. Eine Hütte steht hier in Dawson City und die andere Hütte ist am Jack London Platz in Oakland, Kalifornien, aufgestellt.

Jack London lebte in diesem Blockhaus von 1909 bis 1912. Es gibt eine ausgiebige Photosammlung sowie eine Ausstellung von Erinnerungsstücken wie auch eine tägliche Besichtigungstour und Vorträge über das Leben und Werk des Dichters.

Robert William Service



Der Zauber des Yukon
Ich wollte das Gold und ich suchte es;
Ich schürfte Dreck wie ein Sklave.
War's Hunger oder Skorbut ich bekämpfte sie.
Ich schleuderte meine Jugend in den Graben.
Ich wollte das Gold und ich bekam es;
Kam mit Glück zuletzt aus dem Fallen;
Doch irgendwie erlebte ich nicht was ich dachte,
Und irgendwie ist Gold nicht Alles.

Robert William Service wurde am 14. Januar 1874 in der englischen Stadt Preston in Lancashire geboren. 1878 zog die Familie nach Glasgow in Schottland.

1894 wanderte Service an Bord des Segelschiffs "SS Concordia" nach Kanada aus, um dort Farmer zu werden. Er kam in Montreal an und fuhr nach Winnipeg, Calgary, Vancouver Island und Victoria. Hier arbeitete er auf verschiedenen Farmen.

Nach einigem Herumreisen zwischen 1898 und 1900 kam er im Oktober 1903 wieder nach Kanada. 1904 stellte ihn die kanadische "Bank of Commerce" ein und schickte ihn zu einer Niederlassung nach Whitehorse.

Neben seiner Tätigkeit als Bankangestellter schrieb er eine Fülle von Gedichten.

Seine ersten Gedichte wollte Service auf eigene Kosten drucken lassen, wurde aber gleich mit zehn Prozent am Umsatz beteiligt. Die Zeit der Abenteurer und Goldschürfer hat sein Leben und sein Werk am nachhaltigsten geprägt.

Im Jahr 1909 schickte ihn seine Bank von Whitehorse nach Dawson City. Mit 5.000 Dollar Jahreseinkommen durch seine Bücher entschied sich Robert Service, die "Canadian Bank of Commerce" zu verlassen und nur noch zu schreiben. Von 1909 bis 1912 mietete er ein einfaches Blockhaus, das noch heute in der 8. Avenue neben dem Jack-London-Museum in Dawson City zu sehen ist. Hier schrieb er 1909 bis 1910 u. a. den Roman "The Trail of Ninety-Eight" (Der Weg der 98er) über den Goldrausch am Klondike, der ein großer Erfolg wurde und 1928 von MGM unter dem gleichen Titel (deutsch: "Die goldene Hölle") als Stummfilm 1929 in die amerikanischen Kinos kam.

Seinen Aufenthalt in Dawson unterbrach Robert Service 1910 durch Reisen nach New York, New Orleans, Kuba und Alberta, wo seine Mutter Emily und einige Geschwister auf einer Farm lebten. Anfang 1911 kehrte er in sein geliebtes Holzhaus nach Dawson zurück.

Robert Service wurde 1912 für die Zeitung "Toronto Star" Kriegsberichterstatter des Balkankrieges. Er kehrte nie wieder nach Dawson City zurück.

Am 12. Juni 1913 heiratete Robert die 13 Jahre jüngere Französin Germaine Bourgoin.

Das Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) erlebten Robert und Germaine in Monte Carlo.

1938/39 reiste er alleine mit Unterbrechungen nach Dänemark, Schweden, Finnland, die UdSSR, Polen, Lettland, Estland und England und erlebte hier den Beginn des Zweiten Weltkriegs (1. September 1939).

Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) kehrte die Familie Service im Dezember 1945 nach Frankreich zurück und zog im Sommer 1946 nach Monte Carlo.

Am 11. September 1958 starb der 84jährige Robert Service in Lancieux (Frankreich).

Author's Avenue

Tauche ein in das Leben und die Dichtkunst von Robert Service. Vor der Blockhütte des Yukon Barden werden seine Werke „live" vorgetragen. Gleich nebenan befindet sich das Jack London Centre. Auf der anderen Straßenseite ist der Schriftsteller Pierre Berton aufgewachsen.


Blockhütte des Barden

Midnight Dome

Nach einer Fahrt auf den Gipfel eröffnet sich ein Panoramablick über Dawson City, die Täler des Klondike und des Yukon River sowie die Goldfelder. Man fährt von der Downtown etwa 1 km Richtung Osten. Kurz vor der Brücke über den Klondike River zweigt die Dome Road links vom Klondike Highway ab. Die Straße ist zwar etwas steil, kann aber von kleineren Wohnmobilen befahren werden. Der Ausblick lohnt sich.


Panoramablick über Dawson City

Bonanza Creek

Gold! Versuchen Sie selbst Ihr Glück beim Goldwaschen. Eine Fahrt in das Bonanza Tal führt nach 12,3 km zur Drege Nr. 4.


Drege Nr. 4

Nach 14,8 km erreicht man den Discovery Claim, wo George Carmack, Skookum Jim und Dawson Charlie im Jahr 1896 das erste Gold fanden und damit den Goldrausch auslösten (siehe Seite 6). Hier beginnt auch der Claim Nr. 6, in dem auch heute jedermann noch Gold waschen kann.


Gedenktafel am Discovery Claim

Robert Henderson, Jim Skookum, Charlie Tagish und George Carmack sind mit der Entdeckung des Goldes im Bonanza Creek auf ewig verbunden. Henderson war der erste, der systematisch die Goldmenge in diesem Gebiet erforschte, nur zu wissen das hier Gold zu finden war, reichte ihm nicht. Am 17. August 1896 traf Jim auf Gold und mit seinen Gefährten Charlie und Carmack steckte er den ersten Claim ab. Wenige Tage später, an der Forty Mile, registrierte Carmack in seinem eigenen Name den Discovery Claim. Das Denkmal steht an dieser Stelle. Innerhalb weniger Tage wurden Bonanza und Eldorado Creek abgesteckt. Als die neuen Nachrichten des Goldfundes nach draußen drangen, begann der Klondike Goldrausch.