7. Tag

Aishihik Lake Campground (Gov.)

Mon 11. 08. 03, bei km 598, setzten wir die Fahrt mit dem Ziel Burwash Landing Dalan Campground (Kom.) fort.

Bei km 641 war der Alaska Highway erreicht, bei km 673 wurde Haines Junction / Haines Road gekreuzt.

Bei km 744 besuchten wir das Sheep Mountain Visitor Centre.

Sheep Mountain Visitor Centre

Hier sind oft Dallschafe zu sehen. Der schönste Wanderweg ist hier der Sheep Creek Trail mit 5 km Länge.

Man halte hier und hole sich Informationen über die Flora und Fauna des Kluane National Park. Gute informative Programme und Laservideos werden, während der Öffnungszeiten von Mitte Mai bis Mitte September, geboten. Fernrohre sind zur Beobachtung der Dallschafe in den Sheep Mountains wichtig. Hier ist der Winteraufenthalt der Schafe. Darum ist die beste Zeit zur Beobachtung von Ende August bis Mai. Die Sheep Mountain werden als ein besonders gut erhaltenes Berggebiet bezeichnet.

Der Empfang und die Informationen einer jungen Dame waren hervorragend. Während wir uns auf der Aussichtsterrasse unterhielten, sahen wir am gegenüber liegenden Waldrand einen Grizzly wandern. Wir konnten ihn etwa zwanzig Minuten beobachten. Die Entfernung war für ein Photo aber zu groß.

Dallschafe haben wir hier nicht gesehen.


Sheep Mountain Visitor Centre

Ein Photo des Posters im Centre:


Dallschaf Widder

Bei km 746 war der Kluane Lake u. Soldier's Summit erreicht.

Hinweistafel oberhalb des Kluane Lake markieren den Platz an dem, am 20. November 1942, der Alaska Highway eröffnet wurde.

Kluane Lake

Die einmalige Farbe des Kluane Lake entsteht durch kleine Teilchen, die man Eismehl nennt. Diese spiegeln das blaue Licht wieder.

Der Name Kluane kommt von den Süd-Tutchonen-Indianer und bedeutet großer Weißfisch See. Er wurde 1890 erstmalig durch die Entdecker Jack Dalton und E. J. Glave vermessen. Der See liegt in einem breiten, flachen Graben, dem Shakwak Tal. Das Wasser fließt nach Norden, über das Yukon River System, in die Beringsee.

Mit einer Fläche von 478 Quadratkilometern ist der Kluane Lake der größte See im Yukon.

Bei km 762 liegt der Congdon Creek Campground (Gov.)

Congdon Creek Campground (Gov.)

Er bietet: 81 Plätze, Wanderwege, Spielplatz, Rollstuhlgerecht.

Ein leichter, 500 m langer, Weg folgt dem Ufer des Kluane See zu offenen Wiesen mit Aussichtsplattformen. Tafel erklären die Naturschönheiten dieses Bereichs.

Bei km 780 liegt die Historische Mile 1.083 Destructions Bay.

Historische Mile 1.083 Destructions Bay

Die Erinnerungstafel hier am Alaska Highway berichtet über die Rolle der Gemeinde bei dem Bau des Highways und wie dieser zu seinem Namen kam.

Bei km 799 liegt die Historische Mile 1.093 Burwash Landing.

Historische Mile 1.093 Burwash Landing

Die Informationstafel hier am Alaska Highway erklärt die Rolle des Jacquots beim Bau des Highways.

Hier liegt rechts am Alaska Highway Burwash Landing, eine Native American Gemeinde (Heimat des Kluane-Stammesrates).

Man biegt rechts am Museum ab und fährt nach unten zum Seeufer. Hier kommt man zum Burwash Landing Resort mit RV Park. Diese landschaftlich schöne Stelle bietet einen direkten Zugang zum Kluane Lake.

Fährt man etwa 150 m weiter und biegt rechts ab, kommt man nach 1 km zum Burwash Landing Dalan Campground (Kom.).

Bei km 800 erreichten wir den, von den Süd-Tutchonen-Indianer betriebenen, Burwash Landing Dalan Campground (Kom.). Er bietet:

25 private Plätze, Picknicktische & Feuerstellen, Feuerholz & Wasserversorgung, Dumpstation.

Am Eingang, an der Schranke, ist eine Box, in die man die Gebühr einwirft, 10 $ pro Nacht.


Blick vom Campground auf den Kluane Lake

Burwash Landing


Blick von Burwsh Landing auf die St. Elias Mountains

Die Gemeinde

Diese alte Ansiedlung hat eine Bar, ein Restaurant und das faszinierende Kluane Museum, das die Naturgeschichte des Yukon zeigt.

Geführte Fischtouren und Bootsvermietung werden geboten wie auch herrliche Rundflüge über die ausgedehnten Eisfelder des Kluane National Park. Man kann von der Basis Burwash Landing Canada's größte Gletscher und höchste Gipfel erleben. Man kann auch im Restaurant ein Menü einnehmen oder in der Cafeteria essen. Entspannung und Unterhaltung findet man in der Lounge oder man verbringt eine gute Nacht in einen der 25 modernen Motelzimmern. Ein Besuch der Ausstellung im weltberühmten Kluane Museum of Natural History sollte nicht unterbleiben. Der "World's Largest Gold Pan" (der Welt größte Goldpfanne) steht in der Nähe des Museums.


Burwash Landing Resort

Geschichte des Ortes

Entlang des Westufers des Kluane Lake, des größten Sees im Yukon, liegen zwei kleine Gemeinden, Burwash Landing und Destruction Bay. Beide Gemeinden liegen im Shakwak Valley, an der Grenze des Kluane National Park. Burwash Landing liegt am Alaska Highway, 285 km von Whitehorse entfernt und 127 km nordwestlich von Haines Junction. Destruction Bay liegt auch am Highway, 19 km südöstlich von Burwash Landing und etwas näher zu Haines Junction.

Burwash Landing ist Heimat der Kluane First Nation. Die Southern Tutchone bewohnten das Kluane Gebiet über viele Generationen. Das heutige Burwash Landing war ein traditionelles Sommerlager. Nachdem im frühen 19. Jahrhundert eine Handelslinie eingerichtet wurde, ließen sich die Leute der First Nation hier nieder. Dieser Ort wurde, während des Baus des Alaska Highway, auch das Verwaltungszentrum für das Kluane Gebiet.

Destruction Bay hat eine kürzer Geschichte. Es wurde als Bauzentrum und als Zentrum für Wartung und Betrieb des Alaska Highway genutzt. Es nimmt diese Aufgabe noch heute war.

Kluane First Nation

Burwash Landing ist die Heimat der Kluane First Nation. Die Bewohner sind Southern Tutchone und leben hier und in der Umgebung seit über 100 Jahren. Die Vergangenheit der Region um Burwash wurde geprägt durch den Handel der Bewohner. Bis heute bestehen noch Jagdpfade und ertragreiche Fischgebiete, die die Lebensgrundlage bilden.

Burwash Landing ist die einzige Gemeinde, die zwischen dem Kluane National Park und den St. Elias Mountains am Ufer des Kluane Lake liegt. Die Atmosphäre ist für Besucher himmlisch. Die Gemeinde liegt an der historischen Meile 1.093 am Nordende des Kluane Lake, dem größten See im Yukon. Sie hat im Winter 60 und im Sommer 100 Einwohner.

Die Southern Tutchone gehören zur Sprachenfamilie der Athapaskan. Tausende von Jahre lebten die Southern Tutchone rund um den Kluane Lake von Jagd, Fischfang und vom Sammeln von Beeren und Früchten. Der Standort Burwash Landing war ein Sommeraufenthalt. Nachdem im frühen 19. Jahrhundert die Handelslinie eingerichtet wurde, hielt sich der Stamm hier überwiegend auf und begann ein Nomadenleben. Beim Bau des Alaska Highway wurde die Gemeinde das Verwaltungszentrum für das Kluanegebiet.

Die Einrichtung des Kluane National Park im Südwesten des Yukon, begrenzt durch den Kluane Lake und dem Alaska- und Haineshighway, brachte für die First Nations Bewohner in diesem Gebiet große Not. Durch die Begrenzung ihres Gebietes auf einen engen Bereich entlang der Westküste des Kluane Lake verloren sie einen großen Teil ihrer Jagd- und Trappergebiete, die ihren Lebensunterhalt bedeuteten. Sie wurden gezwungen in andere Gebiete zu wechseln und immer mehr vom Fischfang und von der Landwirtschaft zu leben.

Trotz der Umwandlung der lokalen Wirtschaft und des Lebensstils durch dieses welterschütternde Ereignis, bestanden viele alten Elemente der Kultur fort.

Eine Vielzahl der kommunaler Dienste, (Gebäude, Straßen, Wasser und Abwasserkanal) sowie Sozialeinrichtungen (Gesundheit, Nahrung, Arbeit und Sport) werden voll durch die Verwaltung der First Nations ausgeübt. Das Department of Lands and Resources, das auch für das Kulturerbe und die ökonomische Entwicklung zuständig ist, betreut die traditionellen Gebiete der First Nations und fördert Aus- und Weiterbildung seiner Bürger.

Das Gebiet hat, in den letzten 100 Jahren, eine radikale Veränderung durchgemacht. Vor nicht langer Zeit lebten die Süd-Tutchone dieser Region von der Natur des Landes. Heute arbeiten sie in Einrichtungen ihrer eigenen Verwaltung.

Mission-Holzkirche

In Burwash Landing ließen sich 1904 die Jacquot Brüder Louis und Eugene nieder. Sie betreuten die örtlichen Minenarbeiter. Die Mission-Holzkirche, "Our Lady of the Holy Rosary" (unsere Frau vom heiligen Rosenkranz), wurde 1944 gebaut. Sie liegt am Eingang der Gemeinde als sichtbares Zeichen.


In der Kirche

Nach Monaten eines harten Lagerlebens wurden amerikanische Soldaten überrascht als sie diese kleine glückliche Gemeinde, die wie eine Oase in der Wildnis lag, fanden. In Burwash siedelte sich Pater Eusebe Morriset an, ein Oblate-Missionar, der als Geistlicher bei der amerikanischen Armee Dienst tat.

Museum of Natural History

Das Burwash Museum of Natural History zeigt eine gute Auswahl von Wildtieren des Yukon. Auch werden Bilder, Kleidung und Werkzeuge der Southern Tutchone gezeigt. Das Museum hat einen Shop in dem man lokalgefertigte Arbeiten kaufen kann. Geöffnet von Ende Mai bis Mitte September.

Hier einige Ausstellungsvitrinen: